Gartendusche selber bauen – DIY mit Bächlein

Gartendusche selber bauen – DIY mit Bächlein

An heißen Sommertagen hat man nicht immer die Möglichkeit oder genug Zeit ins Schwimmbad oder zum See zu fahren. An solchen Tagen sehnt man sich nach einer Dusche im Garten, die einem zwischen dem Sonnenbaden oder der Gartenarbeit zu einer Abkühlung verhilft. Wir verraten dir, wie du Schritt für Schritt deine eigene Gartendusche selber bauen und wie du diese nach deinen Wünschen und Vorstellungen gestalten kannst. Wir sagen Wasser Marsch im eigenen Garten!

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Gartendusche selber bauen

Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung soll dir dabei helfen, eine Außendusche selber bauen zu können. Dazu gehört sowohl der Untergrund als auch der Sichtschutz und natürlich die Dusche selbst. Außerdem geben wir dir Tipps für den perfekten Standort, die Wasserversorgung sowie Informationen zu den verschiedenen Gartenduschen, die du im Handel findest.

Schritt 1: Platz bestimmen und Untergrund vorbereiten

Der erste Schritt, um den Traum der eigenen Gartendusche wahr werden zu lassen, ist die Bestimmung des Standortes und die Vorbereitung des Untergrunds. Der perfekte Platz einer Gartendusche richtet sich unter anderem nach dem Wasseranschluss, denn im Idealfall befindet sich die Dusche in der Nähe des Wasseranschlusses, um nicht zu viel Schlauch verlegen zu müssen. Außerdem ist es angenehm, wenn der gewählte Platz bereits natürlichen Sichtschutz bietet und sich nicht mitten im Garten oder gleich auf der Terrasse befindet. Am besten legst du die Natursteinplatten, die später den Boden bilden sollen, auf dem Rasen aus und definierst damit den Untergrund. Im Anschluss kannst du den Rasen innerhalb der definierten Grenze mit einem Spaten ca. 20 cm tief ausheben. Als Nächstes wird gleichmäßig Kies und im Anschluss Pflastersand verteilt, welchen du am besten mit einer Holzleiste oder Ähnlichem glatt streichst.

Schritt 2: Natursteinplatten verlegen

Im nächsten Schritt kannst du bereits die Natursteinplatten verlegen. Am schönsten wirkt ein Mix aus größeren und kleineren Platten, die mit einem Abstand von 5 bis 10 cm platziert und in den Boden gedrückt werden. Ein Gummihammer ist hilfreich, um die Platten festzuklopfen. Im Anschluss können die Zwischenräume mit Kies aufgefüllt werden. Der Kies hilft dabei, das Wasser beim Duschen zu verteilen.

Tipp: Ein Steinboden ist die perfekte Wahl für deine Außendusche, denn Steine sind rutschfest, pflegeleicht, wasserbeständig und fühlen sich in der Sonne angenehm warm an. Unter anderem kannst du für deine Außendusche im Garten Kalkstein oder Blaustein verwenden.

Schritt 3: Sichtschutz aufbauen

Als Nächstes kommt der Sichtschutz an die Reihe, der etwas Privatsphäre ermöglicht. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Unter anderem eigenen sich Zaunpfähle aus Holz sehr gut. Aber auch ein Sichtschutz aus Bambus, Glas oder Metall ist möglich. Fertige Sichtschutzzäune in den verschiedensten Varianten gibt es zum Beispiel im Baumarkt. Außerdem ist es natürlich möglich, selber einen Zaun um die Gartendusche zu bauen. Oder du entscheidest dich für einen mobilen Sichtschutz für den Garten, den du nicht nur für die Gartendusche, sondern auch für andere Zwecke verwenden kannst. In diesem Fall solltest du jedoch darauf achten, dass das Material für den Garten geeignet ist. Achte zum Beispiel darauf, dass das Holz witterungsbeständig ist.

Schritt 4: Wasseranschluss und Gartendusche installieren

Der nächste Schritt ist der Wichtigste: der Wasseranschluss bzw. die Auswahl der Gartendusche selbst. Du hast die Qual der Wahl zwischen einer hochwertigen Solardusche oder einer einfachen, günstigen Außendusche. Eine Solardusche verfügt über einen eigenen Wassertank, welcher ungefähr 30 bis 35 Liter fassen sollte. Das Wasser im Tank erwärmt sich durch die Sonne auf bis zu 60 Grad. Benutzt du die Dusche mehrere Tage nicht, sollte das Wasser ausgewechselt werden. Außerdem solltest du bei der Auswahl der Dusche auf einen Duschkopf mit einstellbarem Wasserstrahl achten. Besonders angenehm ist es außerdem, wenn die Wassertemperatur beim Duschen individuell eingestellt werden kann. Und auch eine Fußdusche ist nach der Gartenarbeit oder zur Erfrischung sehr praktisch. Bei einfachen Modellen solltest du vor allem auf einen stabilen Stand und eine stufenlose Höhenverstellung achten. Auch die Wahl zwischen verschiedenen Wasserstrahlstärken ist in der Regel bereits bei günstigen Modellen möglich.

 

Marke Eigenbau: DIY Gartendusche selber bauen

Du legst gerne selbst Hand im eigenen Garten und im Haus an und möchtest eine Gartendusche mit Wassertank selber bauen? Das ist einfacher, als du vielleicht denkst. Denn du benötigst lediglich einen schwarzen Kanister, der in etwa 25 – 60 Liter Fassungsvermögen aufweist sowie zwei Gartenschläuche, einen Duschkopf und eine Mischbatterie.

Den Wassertank solltest du so platzieren, dass er in der prallen Sonne steht, sich dadurch schnell aufheizt und für warmes bzw. heißes Wasser sorgt. Als Nächstes kannst du die Mischbatterie mit dem Wassertank und einer Quelle für kaltes Wasser verbinden. Am besten befindet sich die Mischbatterie unterhalb des Wassertanks, um eine schnelle Wasserversorgung zu gewährleisten. Im dritten Schritt wird der Duschkopf mithilfe eines Schlauches mit der Mischbatterie verbunden und installiert. Den Duschkopf kannst du zum Beispiel an einem Holzbalken montieren oder anderweitig aufhängen. Auch bei der selbst gebauten Gartendusche mit Warmwasser solltest du auf einen passenden Boden achten, denn Gras alleine kann schnell matschig werden. Kies hilft auch hier dabei, das Wasser beim Duschen zu verteilen.

 

DIY Gartendusche schön gestalten – Ideen für Dekoration und Co.

Ob komplett selbst gebaut oder gekauft, all jene, die neben Funktionalität Wert auf eine schöne Ästhetik legen, können ihre Gartendusche mit verschiedenen Dekoelementen verschönern. Natürlich bietet sich für die Dusche ein Handtuchhalter aus Holz, Bambus oder Metall an. Außerdem sind rund um die Dusche Pflanzen eine gute Idee, um ein besonderes Ambiente und zusätzlichen Schutz vor neugierigen Blicken zu schaffen. Aber auch ein kleiner Hocker aus Holz, auf den du alles Mögliche ablegen kannst, ist praktisch. Am besten überlegst du dir, in welchem Stil du deine Gartendusche gestalten willst und suchst dazu passende Dekogegenstände aus. Zu einem asiatischen Stil passen zum Beispiel entsprechende Figuren wie ein Buddha aus Stein oder passende Pflanzen und Bambus. Ein mediterraner Stil gelingt mit viel Stein und einem Orangen- oder Zitronenbaum. Achte außerdem darauf, dass die Dusche und die Dekoration zu deinem restlichen Garten passen, um einen harmonischen Gesamteindruck zu erzeugen.

 

Die eigene Gartendusche winterfest machen

Auch der schönste Sommer geht irgendwann zu Ende. Dann wird es Zeit, den Garten und somit auch die Gartendusche für den Winter vorzubereiten und gegen Frost zu schützen. Dazu ist es notwendig, das Wasser aus der Außendusche und dem Leitungssystem abzulassen und die Außenleitungen von der Gartendusche zu trennen. In besonders kalten Gebieten sollte die überschüssige Feuchtigkeit mit Druckluft aus den Armaturen, Rohrleitungen und Ventilen geblasen werden. Zudem sollten alle abnehmbaren Teile entfernt und im Haus oder in der Garage eingelagert werden. Kleine Öffnungen, offene Rohre und Ventile solltest du mit Klebeband abdichten, um zu verhindern, dass Schmutz, Staub oder kleine Tiere darin ein neues zu Hause finden. In kalten Gebieten solltest du bereits beim Kauf darauf achten, dass die Armaturen frostsicher sind. Außerdem kann diese Zeit des Jahres genutzt werden, um der Dusche eine Grundreinigung zu verpassen.

 

DIY Gartendusche selber bauen – unser Fazit

Eine Gartendusche ist eine tolle Möglichkeit, um sich nach dem Sonnenbaden zu erfrischen oder für eine Abkühlung während der Gartenarbeit zu sorgen. Neben dem passenden Standort und der Gartendusche selbst ist ein Schutz vor Blicken sowie passende Dekoration wichtig, um ein schönes Gesamtkonzept zu erzeugen. Selbst wenn du bereits einen Pool im Garten hast, solltest du dir überlegen, eine Outdoor-Dusche zu installieren, denn es ist sehr angenehm, wenn du dich nach dem Schwimmen kurz abduschen kannst. Als Boden für die Dusche eigenen sich Steinplatten sehr gut. In Bezug auf die Kosten hast du die Wahl zwischen einfachen, preisgünstigen Modellen und kostspieligeren Solarduschen. Wenn du deine Gartendusche selber bauen willst, kannst du das mit wenigen Mitteln und etwas handwerklichem Geschick.

 

FAQs

Was ist notwendig für eine Gartendusche?

Eine Gartendusche setzt sich aus der Dusche selbst, einem passenden Untergrund sowie einem Sichtschutz zusammen. Um eine Gartendusche selber bauen zu können, benötigst du außerdem einen Spaten, einen Gummihammer sowie Werkzeug für die Installation der Dusche.

Wie baue ich mir eine Solardusche?

Eine Solardusche lässt sich genauso einfach im eigenen Garten installieren wie eine Außendusche ohne Solar. Wähle dazu einfach einen geeigneten Platz und schließe die Dusche an einen Gartenschlauch an. Wenn du die Gartendusche selber bauen willst, benötigst du einen schwarzen Kanister, zwei Gartenschläuche, eine Mischbatterie und einen Duschkopf.

Welche Steine sind am besten für eine Gartendusche?

Steinfliesen sind besonders gut als Untergrund für Gartenduschen geeignet. Sie sind wasserbeständig, rutschfest und fühlen sich in der Sonne angenehm warm an. Unter anderem kann Kalkstein und Blaustein sehr gut für die Außendusche verwendet werden.